Will oder going to: über die Zukunft sprechen
Wann stehen will und going to bei Entscheidungen, Plänen und Vorhersagen? Klare Beispiele, typische Fehler und eine kurze Übung.
Im Englischen gibt es mehrere Möglichkeiten, über die Zukunft zu sprechen. Will und going to können sich überschneiden, doch als Orientierung hilft dieser Unterschied: will steht oft bei spontanen Entscheidungen, Angeboten, Versprechen und Vorhersagen aufgrund einer Einschätzung; going to bei bereits gefassten Plänen und Vorhersagen aufgrund sichtbarer Anzeichen.
Die Grundidee
Bei Plänen und Entscheidungen fragst du dich, ob die Entscheidung schon vorher oder erst beim Sprechen gefallen ist. Bei Vorhersagen unterscheidest du zwischen einer persönlichen Einschätzung und einer Schlussfolgerung aus sichtbaren Anzeichen.
Die Form
Auf will folgt die Grundform des Verbs. Going to verwendet be + going to + Grundform, deshalb ändert sich be je nach Subjekt.
Wann du will benutzt
Spontane Entscheidungen — du entscheidest, während du sprichst.
Angebote, Versprechen und Bitten.
Vorhersagen aufgrund einer Meinung — was du denkst oder glaubst, oft mit I think, probably, I'm sure.
Wann du going to benutzt
Pläne und Absichten — die Entscheidung ist bereits gefallen.
Vorhersagen aufgrund von Anzeichen — du siehst es jetzt kommen.
Eine Anmerkung zum Present Continuous
Für konkret vereinbarte Pläne mit Zeit oder Ort — besonders wenn andere Personen beteiligt sind — verwendet das Englische oft das Present Continuous. Going to drückt eher die Absicht aus; das Present Continuous zeigt meist, dass Einzelheiten bereits organisiert sind.
Häufige Fehler
will benutzen, wenn du einen bestehenden Plan betonen willst.
✓I'm going to travel to Spain next month.
✓I'm traveling to Spain next month. (bereits vereinbart)
Will ist in manchen Kontexten möglich, aber für einen bestehenden Plan ist going to meist natürlicher. Für eine feste Verabredung mit Tickets, Terminen oder anderen Personen ist der Present Continuous oft am natürlichsten.
going to benutzen, wenn die Entscheidung gerade jetzt getroffen wird.
✓I'll get it.
Für eine spontane Entscheidung ist will die natürliche Standardwahl.
will in den if-Teil einer normalen realen Zukunftsbedingung setzen.
✓If it rains, we'll stay home. (siehe den Guide zu den Conditionals)
Benutze im if-Teil das Present Simple, wenn du eine Zukunftsbedingung meinst: If it rains, we'll stay home. Will kann in einem if-Satz nur in besonderen Bedeutungen stehen, etwa bei Bereitschaft: If you'll wait here, I'll call him.
Kurze Übung
Wähle will ('ll) oder going to.
- "I'm cold." — "I ___ close the window."
- We've decided: we ___ move to a bigger apartment.
- Look out — that glass ___ fall!
- I think our team ___ win on Saturday.
- A: Did you call Tom? — B: Oh, I forgot. I ___ do it now.
Lösungen
- 'll close (spontane Entscheidung, Reaktion im Moment)
- 're going to move (ein bereits gefasster Plan)
- 's going to fall (Vorhersage aufgrund sichtbarer Anzeichen)
- 'll win (Vorhersage aufgrund einer Meinung — "I think")
- 'll do (spontane Entscheidung, entschieden während du sprichst)
Übe das in Recursio
Übe will und going to mit Entscheidungen, Plänen und Vorhersagen aus Alltagssituationen. Am Kontext erkennst du leichter, welche Form jeweils passt.
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