Grammatik Niveau B1

Conditionals im Englischen: Zero, First, Second, Third

Die vier englischen Conditionals einfach erklärt: Zero, First, Second und Third – mit Formen, Beispielen, häufigen Fehlern und einer kurzen Übung.

Bedingung  ·  Ergebnis

Ein Bedingungssatz besteht aus einem if-Teil (der Bedingung) und einem Ergebnisteil. Im Englischen gibt es vier Hauptmuster. Sie unterscheiden sich nach Zeit und Wirklichkeitsgrad: allgemeine Tatsache, reale Möglichkeit in der Zukunft, vorgestellte Gegenwart oder Zukunft und nicht eingetretene Vergangenheit.

Die vier Muster auf einen Blick

Zeroif + Präsens, Präsens. Eine allgemeine Tatsache. („If you heat ice, it melts.“)
Firstif + Präsens, meist will + Grundform. Eine reale Möglichkeit in der Zukunft. („If it rains, we'll stay in.“)
Secondif + einfache Vergangenheit, would + Grundform. Unwirklich oder unwahrscheinlich in der Gegenwart. („If I had time, I'd help.“)
Thirdif + Past Perfect, would have + Past Participle. Nicht eingetretene Vergangenheit. („If I had known, I would have called.“)

Wenn der if-Teil zuerst steht, folgt danach ein Komma. Steht der Ergebnisteil zuerst, brauchst du kein Komma: We'll stay in if it rains.

Zero und First: reale Situationen

Zero ist für Dinge, die immer wahr sind — Wissenschaft, Regeln, Gewohnheiten. Meist kannst du if durch when ersetzen.

If you don't water plants, they die. · If I drink coffee late, I can't sleep.

First beschreibt eine reale Möglichkeit in der Zukunft. Im if-Teil steht das Präsens, auch wenn es um die Zukunft geht.

If you study tonight, you'll pass. · I'll call you if I need help.

Der Ergebnisteil nutzt oft will, aber auch can, may, might oder ein Imperativ sind möglich: If it rains, take an umbrella.

Second und Third: irreale Situationen

Second beschreibt eine vorgestellte Gegenwart oder Zukunft. Die Vergangenheitsform verweist hier nicht auf die Vergangenheit, sondern zeigt, dass die Situation unwirklich ist. Bei be ist were die Standardform für alle Personen: If I were you. In der gesprochenen Umgangssprache hört man mit I/he/she auch was; die feste Wendung lautet jedoch If I were you.

If I won the lottery, I'd travel the world. · If I were you, I'd apologize.

Third stellt sich die Vergangenheit anders vor — etwas, das nicht passiert ist, oft mit Bedauern.

If I'd studied, I would have passed. · We'd have caught the train if we had left earlier.

Häufige Fehler

will im if-Teil bei einer normalen Zukunftsbedingung.

If it will rain, we'll stay home.
If it rains, we'll stay home.

Verwende im if-Teil das Präsens, wenn du eine normale Zukunftsbedingung meinst. Will kann dort in besonderen Bedeutungen stehen, etwa bei Bereitschaft: If you'll wait here, I'll call him.

would im if-Teil bei der vorgestellten Bedingung.

If I would have more money, I'd travel.
If I had more money, I'd travel.

Für die vorgestellte Bedingung nutzt du die Vergangenheitsform: If I had more money. Would gehört in den Ergebnisteil: I'd travel. Es gibt Sonderfälle, in denen would im if-Teil Bereitschaft ausdrückt, aber das ist eine andere Verwendung.

Second und third verwechseln. Second = irreal jetzt; third = irreale Vergangenheit. "If I knew" (jetzt) vs. "If I had known" (in der Vergangenheit).

Kurze Übung

Setze das Verb in die richtige Form. Um welchen Typ handelt es sich?

  1. If you ___ (mix) blue and yellow, you get green.
  2. If she ___ (call) me later, I'll tell her.
  3. If I ___ (be) taller, I'd play basketball.
  4. If they had left earlier, they ___ (catch) the bus.
  5. I'd buy that car if it ___ (be) cheaper.
Lösungen
  1. mix — zero (allgemeine Wahrheit)
  2. calls — first (reale Zukunft)
  3. were — Second (Standardform mit be)
  4. would have caught — third (irreale Vergangenheit)
  5. were — second (irreal jetzt)

Übe das in Recursio

Conditionals werden verständlicher, wenn du sie in echten Sätzen verwendest. In Recursio kannst du Zero, First, Second und Third Conditional in kurzen Übungen trainieren und Beispiele wie „If I were you“ regelmäßig wiederholen.