Wortschatz Niveau B1

Englisch im Meeting: Wendungen, mit denen du gehört wirst

Englisch für Meetings: eröffnen, höflich unterbrechen, zustimmen und widersprechen, nachfragen und abschließen — mit typischen Fehlern und Übung.

sorry to jump in  ·  I see what you mean  ·  let's wrap up

Das Schwierige an einem Meeting in einer Fremdsprache ist meistens nicht der Wortschatz — es ist das Timing. Du weißt, was du sagen willst, und bis dein Satz steht, ist das Gespräch schon weiter. Fertige Wendungen lösen genau das: Ein kurzes Signal wie Sorry to jump in verschafft dir das Wort und eine Sekunde zum Nachdenken — und dieselbe Handvoll funktioniert, egal ob du eröffnest, widersprichst oder abschließt.

Das Meeting eröffnen und führen

Wenn du das Meeting leitest, decken drei Schritte das meiste ab: anfangen, das Wort weitergeben und das Gespräch in Gang halten.

Shall we get started? · Thanks everyone for joining. · Today we need to decide on the budget.
Over to you, Marco. · What are your thoughts on this? (jemanden namentlich anzusprechen wirkt besser als eine allgemeine Frage in die Runde)
Let's come back to that later. · Can we move on to the next point? · Let's park that for now. (park = bewusst vertagen)

Zu Wort kommen

Kurze Unterbrechungen können in englischsprachigen Meetings normal sein — in einer schnellen Diskussion kannst du deine Gelegenheit verpassen, wenn du auf eine längere Pause wartest. Entscheidend ist das Signal davor: ein paar Wörter, die ankündigen, dass du gleich einsteigst. Dann wirkt es als Beteiligung und nicht als Unhöflichkeit.

Sorry to jump in, but — I think there's a problem with that date.
Can I add something here? · Just a quick point on that. („quick" signalisiert, dass du das Wort nicht lange behältst)
Wenn dir jemand ins Wort fällt: Sorry, I hadn't finished. · Can I just finish my thought?

Wie viel Unterbrechen erwünscht ist, hängt stark vom Team und von der Kultur ab — schau also erst, wie die Runde tickt, statt es vorauszusetzen. Wenn das Meeting sehr formell ist oder deine Führungskraft es straff leitet, ist Can I add something? die sicherere Wahl, als einfach dazwischenzugehen.

Zustimmen, widersprechen, nachfragen

Ein nützliches Muster für Widerspruch: erst anerkennen, dann sagen, was dir Sorgen macht. Das klingt oft kooperativer, als direkt mit dem Einwand zu beginnen.

Zustimmen: Exactly. · That makes sense. · I'm with you on that. · Good point.
Widersprechen: I see what you mean, but the timeline worries me. · I'm not sure I agree — we tried that last year.
Teilweise zustimmen: That's true up to a point. · I agree in principle, but in practice it's harder.
Nachfragen: Sorry, could you say that again? · Just to make sure I understood — you mean we push the launch?

Die letzte Wendung erfüllt gleich zwei Zwecke: Sie verschafft dir Zeit und deckt Missverständnisse früh auf. Den Gedanken in eigenen Worten zu wiederholen, ist ein ganz normaler, professioneller Schritt und kein Eingeständnis, dass dein Englisch schwach ist.

Abschließen und nächste Schritte

Ein Meeting endet erst richtig, wenn alle wissen, wer was macht. Diese Wendungen machen aus der Diskussion konkrete Aufgaben.

Let's wrap up. · To sum up, we're going with the second option.
So the next steps are: Ana talks to the client, I update the plan. · Who's taking this one?
I'll follow up by email. · Let's touch base on Friday. (touch base = sich kurz austauschen)

Häufige Fehler

„I am agree.“ Agree ist im Englischen ein Verb und kein Adjektiv, steht also nicht mit be.

✕I am agree with Marco.
✓I agree with Marco.

„I don't agree“ ohne Begründung. Nicht falsch, aber ein nackter Widerspruch kommt hart an. Nimm den Grund dazu, und daraus wird ein Beitrag.

✕No. I don't agree.
✓I see what you mean, but I'm worried about the timeline.

Die ✕-Zeile ist grammatisch korrekt und unter engen Kolleginnen und Kollegen, die Direktheit erwarten, völlig in Ordnung. Schwach wirkt sie in den meisten Meetings wegen der fehlenden Begründung, nicht wegen der Grammatik.

„Repeat, please“ als bloße Aufforderung. Das versteht man zwar, es klingt aber schroff; üblich ist hier die Frageform.

✕Repeat, please. I don't understand.
✓Sorry, could you say that again?

„Discuss about.“ Discuss steht mit direktem Objekt. (Talk about ist die Variante, die die Präposition behält.)

✕Let's discuss about the budget.
✓Let's discuss the budget. / Let's talk about the budget.

Kurze Übung

Setze in jede Lücke einen Ausdruck aus dieser Liste ein: jump in · move on · agree with · wrap up · follow up · say that again.

  1. Sorry to ___ , but I think we're missing something.
  2. Sorry, could you ___ ? The line was breaking up.
  3. I ___ Ana — the second option is safer.
  4. We're running short on time, so let's ___ to the next point.
  5. It's almost three, so let's ___ and confirm the next steps.
  6. I'll ___ by email with the numbers this afternoon.
Lösungen
  1. jump in (das übliche Signal, bevor du unterbrichst)
  2. say that again (Frageform statt bloßer Aufforderung)
  3. agree with (ein Verb — nie „am agree“)
  4. move on (zum nächsten Punkt der Agenda gehen)
  5. wrap up (das Meeting beenden)
  6. follow up (die zugesagten Informationen danach schicken)

Übe das in Recursio

In Meetings hilft dir eine kleine Auswahl fertiger Wendungen: eröffnen, unterbrechen, zustimmen, widersprechen, nachfragen und abschließen. Speichere die, die zu deiner Rolle passen, in deiner Wortliste in Recursio — mit Spaced Repetition sind sie im richtigen Moment eher parat.